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Kölner Stadtanzeiger RS 05.01.2019

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Kölner Stadtanzeiger RS

KÖLNISCHE ZEITUNG|UNABHÄNGIG –SEIT 1802 –ÜBERPARTEILICH An diesem Sonntag werden in Kalifornien die Preise für Film und Fernsehen verliehen Kultur Seite 22 Ärger über Schulen und Verkehr Seite 26,27 Samstag/Sonntag,5./6.Januar 2019 Nr.4-SRS -Einzelpreis 2,10 € Platz verbindet die Gebäude Reichlich Schnee Hackerangriff erschüttert die Republik Kontakte,Chatsund Adressenvon Politikern und Prominenten sind im Internet verbreitet worden – DasCyber-Abwehrzentrum istmit dem Fall befasst –Verdächtig istdie rechte Szene Gebühren sollen sinken Es ist ein Super-GAU für die Datensicherheit in Deutschland: UnbekanntehabenpersönlicheDaten,private Fotos und vertrauliche Unterlagen Hunderter Politiker und anderer Prominenter im Internet veröffentlicht. Vorallem von Bundestagsabgeordneten, aber auch von TV-Moderatoren, SchauspielernundMusikernsindHandynummern, oft auch Privatadressen, sogar Bankverbindungen, Kreditkartennummern, persönlicheMails,BriefeundChat-Kommunikationen publik geworden. Betroffen sind alle im Bundestag vertretenen Parteien –außer der AfD. Unter den Datensätzen sind auch Europa-,Landtags- und Lokalpolitiker sowie Parteichefs, die nicht im Bundestag sitzen, aber auch Schauspieler Til Schweiger und Fernsehleute wie Jan Böhmermann (ZDF „Neo Magazin Royale“) und Christian Ehring („Extra 3“, „Heute Show“). Bereits seit DiedreiMobilfunkanbieter Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica (O2) werden die Kölner U-Bahn-Tunnel nach Informationen des „Kölner Stadt- Anzeiger“ noch in diesem Jahr mit der schnellen LTE-Technik ausrüsten. Das geschieht in enger Abstimmung mit den Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB). Deren Kunden sollen nach dem Ausbau mit ihren Mobilgeräten deutlich schneller als bislang E- Mails und Internetseiten abrufen können. Auch die Qualität von Telefonaten soll sich merklich verbessern. Die Arbeiten werden voraussichtlich im Herbst beginnen. „Dazu finden nun zunächst die Planungen statt, bis es in die Umsetzung geht“, sagte Telekom- Sprecher Andre Hofmann. Der Konzern mit Sitz in Bonn übernimmt beim LTE-Ausbau in den Kölner U-Bahn- Tunneln die Federführung. „Hiermit werden wir ein wesent- Dezember verbreitete ein anonymer Twitter-Account namens„Orbit“ täglich Links zu einzelnen Datensätzen, fand aber keine Beachtung. Am Donnerstagabend wollte der Hacker oder die Gruppe offenbar selbst für mehr Aufmerksamkeit sorgen und hackte den Twitter-Account von YouTube-Star Unge, um dessen zwei Millionen Follower auf die Aktion hinzuweisen. Seitdem ist das politische Berlin in heller Aufregung. Das Kanzleramt erfuhr kurz vor Mitternacht davon, die Bundestagsverwaltung in der Nacht zum Freitag. „Die Bundesregierung nimmt diesen Vorfall sehr ernst. Das Cyber-Abwehrzentrum hat sich bereits mit dem Vorgang befasst“,erklärte RegierungssprecherinMartinaFietz.Betroffen ist auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU).AusdemKanzleramtselbstsollen keine sensiblen Daten abgeflossen sein. Justizministerin Katarina Barley (SPD) wertete die Attacke als „schwerwiegenden Angriff“: „Die Urheber wollen das VertraueninunsereDemokratieundihre Institutionen beschädigen.“ Nochistunklar,werdieTätersind,wie sie vorgingen und was ihr Motiv war.Die Daten selbst legen den Verdacht nahe, dass rechtsextreme Kreise oder deren Sympathisanten hinter dem Hackerangriff stecken. So werden typische Begrif- federrechtenSzeneverwendet,auchha- Schnelles Netz für Kölner U-Bahn KölnerVerkehrs-Betriebe und Mobilfunkanbieter planen verbesserteTechnik lich verbessertes Qualitätsniveau erreichen“, sagte KVB-Sprecher Stephan Anemüller. Die LTE-Technik ermöglicht Übertragungsraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde – bislang müssen sich die KVB-Fahrgäste mit den langsameren Standards GSM und UMTS begnügen. Wie teuer der Ausbau sein wird, ist noch nicht bekannt. Da die drei Mobilfunkanbieter kooperieren, sparen sie allerdings im Vergleich zu Alleingängen einige Kosten ein. Eine Zusammenarbeit dieser Art gab es zuletzt auch bei der flächendeckenden LTE-Versorgung der Berliner U- Bahn-Tunnel. Auf den zusätzlichen Einbau eines öffentlichen WLAN-Netzes in den Stadtbahnen will das Nahverkehrsunternehmen auch in Zukunft verzichten. Die Kunden würden sich ohnehin nur kurz in den Fahrzeugen aufhalten und kämen daher mit den Datenvolumen zurecht, die ihre Mobilfunkanbieter bereitstellen, argumentiert die KVB. Auch dieEinrichtungeineseinWLAN- Angebots in sämtlichen U- Bahn-Haltestellen sei zu teuer. ben sich die meisten der Betroffenen gegen Rechts positioniert. Zudem stammten viele der Follower von „Orbit“ aus dem rechten Milieu, zugleich führen Spuren in die Videospieler-Szene. Experten sollen Hinweise haben, wonachdierechtsextremeIdentitäreBewegung (IB) hinter der Attacke stecken könnte. Einer ihrer Köpfe, der Rostocker Daniel Fiß, wies jedeVerantwortung von sich.„Das könnte jeder halbwegs begabte Fünfzehnjährige gewesen sein“,sagte er. Günter Roggensack vom Computer- Chaos-Club glaubt an die Tatvon„hochprofessionellen Hackern“.„Es wurde gezielt eine Liste mit bestimmten Namen abgearbeitet. Das schafft kein Einzeltäter.“ Bis zum Freitagabend waren zwar einige der vielen Websites und Accounts abgeschaltet, etwa auf Twitter. Die Daten selbst, die auf ausländischen Servern liegen, waren aber noch erreichbar. Polizeieinsatz nach Schüssen am Hauptbahnhof Schüsse auf offener Straße haben in der Kölner Innenstadt am Freitag einen Polizeieinsatz ausgelöst.Einmiteinerscharfen Schusswaffe bewaffneter Mann wurde in der Nähe des Tatorts am Hauptbahnhof festgenommen, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Polizei prüft eine Verbindung ins Rockermilieu. Nach einer Frau und zwei weiteren Männern wurde bis zum Abend gefahndet. Hinweise auf Verletzte durch die Schussabgabe hatten die Ermittler zunächst nicht. Spezialkräfte der Polizei durchsuchten ein mehrstöckiges Haus. (red) Bahnstreiks vomTisch Morgens Mittags Abends 6° 7° 7° min/max am Tag min in der Nacht 4° / 7° 3° 4 190423 802100 60001

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